STEFFEN Wolfgang - Von Apostelgrab zu Apostelgrab.

Année de parution: 2009
Langue: Allemand Deutsch German de

(DEU. Hohenwart, Galli. 2009) : "Ein Führer für Jakobspilger auf dem Weg von St. Matthias in Trier nach Santiago bis zur Sainte Madeleine in Vézelay".

Mis à jour le mardi 29 décembre 2009
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  • Octobre 2010
    20:02
    STEFFEN Wolfgang - Von Apostelgrab zu Apostelgrab.
    par Bernard Delhomme

    Ein neuer Pilgerwegführer kommt auf den Markt. Ob er gut ist, das werden die PilgerInnen entscheiden, die ihn bei Ihrer Wegfindung nach Santiago nutzen werden. Der Weg, der hier ein Angebot macht, von Trier über Metz und Toul um die wichtige Jakobswegstation Vézelay zu erreichen, orientiert sich an historischen Wegeachsen. Von Trier bis Toul befinden wir uns auf der alten römischen Magistrale durch Gallien auf der Strecke zwischen Lyon und Köln, und von Toul nach Vézelay orientieren wir uns an dem historischen Weg der Jeanne d`Arc , die 1429 von Vaucouleurs (bei Toul) nach Chinon an der Loire zum Königshof zog. Dieser Weg ist heute als „sentier de Jeanne d`Arc“ gestaltet. Historisch bevorzugten die PilgerInnen des Mittelalters von Toul den Weg über Neufchâteau, Chaumont und Abbaye Fontenay, aber heute nach Vorarbeit der Düsseldorfer Jakobusbruderschaft (siehe die Ausgaben der „Kalebassen“ Nr. 35 und 37) hat sich dieser etwas nördlichere Weg über die Abbaye de Clairvaux und Auxerre angeboten und ist von den PilgerInnen bereits angenommen. Der Pilger wird in der Regel (ca 80 %) auf dem Wegenetz der französischen Fernwanderwege des FFRP (nationaler französischer Wanderverband) geleitet, bzw. auf regionalen gezeichneten Wanderwegen und, wo nicht vermeidbar, auf kleinen verkehrsarmen Straßen. Es gibt (leider noch mit einer Ausnahme zwischen Joinville und Colombey-des-églises) ein ausreichendes Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten, meist Hotels, Chambres d`hôtes, Gites und einige Privatquartiere der lothringischen Jakobusfreunde.

    Dieser Führer entstand in Zusammenarbeit der Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland mit der lothringischen Jakobusgesellschaft, sowie der Trierer und Düsseldorfer Jakobusbruderschaft. Ich danke den Personen, die mich in der einjährigen Recherche zu Fuß (o.u. Auto) in den einzelnen Abschnitten begleitet haben : Ruth (meine Frau), Hanne und Hans, Heinz, Jürgen und Michael. Gedankt sei auch dem Mitautoren und Helfern beim Zustandekommen dieses Wegeführers.

    Wolfgang Steffen, verantwortlich für die Wegbeschreibung (Vizepräsident der Jakobusgesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland)

  • Décembre 2009
    12:50
    STEFFEN Wolfgang - Von Apostelgrab zu Apostelgrab.
    par Bernard Delhomme

    Eine Woche lang pilgern wir Mosel aufwärts, entweder direkt dem Fluss entlang oder zunächst auf ihren östlichen Höhen bis Metz und hinter Metz auf ihren westlichen Höhen. Hinter Toul verlassen wir das Tal der Mosel, und bis Auxerre kreuzen wir jetzt hintereinander die Flüsse Ostfrankreichs, die von Süd-Osten nach Nord-Westen fließen, die Meuse (Maas) bei Vaucouleurs, die Marne bei Joinville, die Auber an der Abbaye de Clairevaux, die Ource in Essoyes, die Seine in Couteron, die Laingnes in Rieceys, den Armancon in Tonnere und den Serein in Chablis. Die letzten beiden Tage gehen wir der Yonne und der Cure entlang und hinauf bis Vèzelay.

    Die Landschaften zwischen den Flüssen sind entweder große Waldgebiete, wie zwischen Mosel und Meuse oder Seine und Liagnes, oder eher von Landwirtschaft bzw. Weinanbau (nach der Abbaye de Clairevaux) geprägt. Wir durchqueren die Region Lothringen (die Dèpartements "Moselle", "Meurthe et Moselle" und "Meuse"), die Süd-Champagne (durch die Departements "Haut Marne" und "Aube") und Nord-Burgund ("Yonne"). Die Landschaft und ihre wirtschaftliche Nutzung prägen die Dörfer (und etwas auch die Menschen). Die landwirtschaftlichen Orte machen eher einen ärmlichen und die Weinbaugebiete eher einen wohlhabenden Eindruck. Die Dörfer sind eine infrastrukturelle "Wüste", kein Cafe/Bistro, keine Einkaufsmöglichkeiten, die Kirchen verschlossen und manchmal wirken sie tagsüber wie verlassen. Die kleinen Städtchen sind dagegen mit allen Versorgungsmöglichkeiten gut ausgestattet und die Touristenbüros sind sehr behilflich. Für diese ca. 500 km lange Wegstrecke sind zwischen 22 und 25 Etappen vorgesehen, und sie ist in 3-4 Wochen zu bewältigen, bzw. aufteilbar in Teilstrecken, z.B. Toul oder Abbaye Clairevaux.